Toddy Moderator
Anmeldungsdatum: 22.11.2007 Beiträge: 543 Wohnort: Schwerin
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Verfasst am: 17 Mai 2011 12:50 Titel: Playoff-Finale, Hinspiel |
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Mittwoch, 18. 05. 2011, 19.00 Uhr:
Schweriner SC gegen Dresdner SC 1898
Tipp: 3:1
Tendenzen (g = gewonnen, v = verloren)
Schweriner SC, letzte zehn Meisterschaftsspiele: v-g-g-v-v-g-g-v-g-g
Dresdner SC, letzte zehn Meisterschaftsspiele: g-g-g-v-g-g-v-v-v-g
Letzte zehn Meisterschaftsspiele gegeneinander: g-v-v-g-v-v-g-g-v-v
Es ist wieder einmal soweit: Ein Kampf um den Titel des Deutschen Meisters im Frauen-Volleyball in der Halle zwischen den Dauerrivalen Schweriner SC und dem Dresdner SC. Neben dem USC Münster sind die Teams aus Dresden und Schwerin am längsten ununterbrochen in Liga eins zu finden. Der SSC spielt seit der Vereinigung beider deutscher Staaten dort, Dresden stieß 1997 dazu. In der Bundesliga-Tabelle seit dem Dresdner Aufstieg 1997 in die Bundesliga stehen die beiden Teams auf den ersten beiden Plätzen. Das bisher letzte Playoff-Finale in der Saison 2001/2002 bestritten beide Vereine. Auch damals fand das letzte Spiel in Dresden statt. Der SSC gewann die Best-of-Five-Finalserie nach drei 3:2-Erfolgen mit 3:0 und machte den Titel-Hattrick perfekt.
Seitdem wurde der Meisterschaftsmodus mehrfach geändert, und nach neun Jahren besann man sich auf das altbewährte Playoff-Prinzip auch für die Damen-Meisterschaft, jedoch nicht lupenrein: Die Anzahl der Spiele wurde auf zwei beschränkt, der Golden Set entscheidet, wenn keine Mannschaft beide Spiele gewinnen kann.
In der Gesamtbilanz der Spiele (Pokal, Meisterschaft) gegeneinander haben die Sächsinnen knapp die Nase vorn. Von 44 Begegnungen gewann bei 86:86 Sätzen der DSC 23 Spiele, der SSC verließ 21 Mal die Platte als Sieger. Wenn alles gut läuft, dann kann der SSC also die Gesamtbilanz ausgleichen. Ich bin da nach den Leistungen des SSC in den letzten Spielen gegen die Raben aus Vilsbiburg ziemlich optimistisch.
Der Schweriner SC hat allerdings in dieser Saison alle beide Begegnungen mit dem Dresdner SC verloren. Beim 2:3 in Dresden war man nahe am Erfolg und verlor mit 16:18 im Tiebreak. Beim Rückspiel in der Neuen ARENA am Lambrechtsgrund musste man die Überlegenheit des Hauptrunden-Primus beim relativ deutlichen 1:3 anerkennen. Es war vor allem ein Nervenspiel, in dem unseren Mädels in den entscheidenden Momenten die mentale Stärke fehlte, die Punkte zu machen. Im Playoff-Halbfinale gegen die Roten Raben Vilsbiburg war diese Kopf-Stärke wieder da, als man zum Teil deutliche Rückstände wieder egalisieren konnte. Mal schauen, wie es im Finale gegen die Truppe aussieht, gegen die man in dieser Saison noch nicht gewinnen konnte.
Aus Meiner Sicht hat der SSC im ersten Spiel drei Vorteile: 1. hat man Heimvorteil. 2. ist man auf den Außenpositionen ausgeglichener besetzt, Dresden hat gegenwärtig durch den Ausfall von Stefanie Kestner und Pia Walkenhorst für Grit Müller und Friederike Thieme keine wirklich gleichwertigen Alternativen, während der SSC mit der wiedererstarkten Julia Retzlaff, Mira Topic und Vendula Adlerova drei gleichstarke Spielerinnen hat. Es hängt beim DSC viel von Diagonalangreiferin Saskia Hippe ab. Der SSC sollte sie in den Griff bekommen, denn etwa ein Drittel der Angriffe geht über sie, und wenn man sie aus dem Spiel nehmen kann, wird es richtig schwer für die Sächsinnen. Ich schätze aber Paty Thormann ig Topform etwa gleichwertig ein. Der dritte Vorteil ist aus meiner Sicht, dass der SSC seine beiden Spiele gegen die Raben relativ problemlos gewinnen konnte, während der VfB Suhl dem Dresdner SC vor allem mental mehr abverlangte. Zudem hatte der SSC einen Tag mehr Pause zur Regeneration.
Wenn die Annahme des SSC gegen die starken Aufschlägerinnen Apitz, Hippe und Thieme ähnlich sicher steht wie gegen die Raben, der Block eine so gute Leistung bringen kann wie im Hinspiel des Halbfinales und schließlich der Aufschlag ebenso sicher und druckvoll kommt wie in den Halbfinalspielen, dann sehe ich den SSC als Gewinner beider Spiele. Es wird sicher eine Nervenschlacht, aber ich bin zuversichtlich, dass unsere Mädels das packen.
Felix Koslowski vertritt in der heutigen SVZ eine ähnliche Auffassung, er glaubt den SSC im Block und im Angriff im Vorteil, während er Dresden im Aufschlag vorn sieht.
Ich würde mich freuen, wenn es gelingt, die überaus sympathischen und bescheidenen Gäste aus der sächsischen Metropole, die als einzige Spitzentruppe den Meistertitel als Ziel der Saison ausgegeben haben, vom hohen Ross herunterzuholen. Seit Mitte der 2000-er Jahre hält die Führungsetage dort das eigene für das beste Team der Liga und hat doch seit 2007 keinen Meistertitel mehr holen können. Die Aufgabe ist für den SSC zu machen, und ich bin davon überzeugt, dass es gelingt. |
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