Hugo zertifizierter SSC-Fan

Anmeldungsdatum: 07.12.2007 Beiträge: 65 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 26 Okt 2011 23:30 Titel: Interview im Chiquita Chambre |
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Anlässlich des heutigen Spiels habe ich natürlich auch das "Chiquita Chambre" besucht.
Dort wurde ich zufällig Zeuge eines Interviews, das ein Reporter des "Dresdner Beobachters" mit dem Trainer des gastgebenden Teams eine Stunde vor dem Spiel führte:
DB: Herr Waibl, Ihnen wird die Äußerung zugeschrieben, dass die Schale wieder dahin kommen müsse, wo sie hin gehöre. Schätzen Sie Sachsen also als Bananenrepublik ein?
Waibl: Mit dieser Frage habe ich gerechnet, aber aus der Tatsache, dass die Sächsische Staatsflagge teilweise gelb ist, lässt sich noch lange nicht auf den Zustand des Landes schließen. Meine Heimat Baden-Württemberg ist doch auch keine Bananenrepublik, selbst wenn man dort Geschäfte mit Geschmäckle kennt. Außerdem müssten Sie, bevor Sie die Frage stellen, ob Sachsen eine Bananenrepublik ist, doch erst einmal klären, ob es sich beim Freistaat überhaupt um eine Republik handelt, aber das werden Sie als Nichtjurist vermutlich nicht verstehen.
DB: Gut, kommen wir besser zum Sportlichen: Die Saison hat ja für Ihr Team nun nicht so überzeugend begonnen, wie man dies angesichts Ihrer Worte vermuten konnte.
Waibl: Wir sind voll auf Schalenkurs. Wie die letzte Saison gezeigt hat, entscheidet sich ohnehin erst in den Play-Offs, wem die Schale gebührt. Deshalb machen wir uns über unsere Leistung zu Saisonbeginn wenig Gedanken. Im Gegenteil: Es hilft uns sogar, wenn wir - wie zuletzt in Köpenick - mit Hilfe des Gegners auch 'mal einen Ausrutscher vermeiden.
DB: Heute gegen den Schweriner SC wird das vermutlich wieder anders?
Waibl: Wie gesagt, ich schaue zu diesem Saisonzeitpunkt nicht so auf's Ergebnis. Wichtig ist, dass wir uns weiter entwickeln, um dann zum Saisonende hin den richtigen Reifegrad zu erreichen. Meine Spielerinnen sind zur Zeit noch etwas zu grün, aber das passt dann schon.
DB: Fehlt Ihnen ohne das Hippie-Mädchen eventuell auch eine gewisse Lockerheit?
Waibl: Das würde ich nicht sagen. Wir haben ja keinen irischen Hartkäse eingekauft, sondern zwei niederländische Spielerinnen verpflichtet, um auch diesen Abgang mehr als auszugleichen. An der Lockerheit wird es uns also ganz bestimmt nicht fehlen.
DB: Sie sind also nicht der Meinung, dass es eher ein Vorurteil ist, dass Niederländer alle locker sind. Ich erinnere mich an den überlieferten Satz von Ron Zwerver: "Wer nach einer Niederlage noch lachen kann, hat in unserem Team nichts verloren."
Waibl: Das ist doch ein Einzelfall; das können Sie doch nicht verallgemeinern. Wenn ich da an Arvital Selinger und Edwin Benne denke, oder im Fußball an Huub Stevens und Louis van Gaal - alle völlig entspannt wie ich.
DB: Herr Waibl, ich sehe, Sie müssen in die Halle. Daher nur noch eine letzte Frage: Wenn Sie die Schale dauerhaft in Dresden halten können; was bleibt dann noch für ein Ziel?
Waibl (lacht): Na, die "DSChiquita", die rote Banane, die auch von DSChinguinen gut vertragen wird. |
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