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SSC-Fanforum Damenvolleyball 1. Bundesliga
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Hugo zertifizierter SSC-Fan

Anmeldungsdatum: 07.12.2007 Beiträge: 65 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 26 Jan 2012 23:03 Titel: "El Clásico" am 25.01.2012 - nicht nur in Barcelon |
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Bekanntermaßen bin ich kein Freund der voreiligen Schalensammler, aber gestern - ohne großen Druck, gewinnen zu müssen - hat das Team der DSChiquitas gezeigt, wer in der gegenwärtigen Konstellation "an sich" besser zu spielen vermag.
Andererseits war es sehr beeindruckend, wie der Schweriner SC den Beginn des Spiels gestalten konnte: durch eine sensationell gute, hochkonzentrierte K2-Leistung (Aufschlag; Block, Feldabwehr) wurde der Dresdner SC im 1. Satz geradezu überrollt. Aber danach kam das, was nach einem klar gewonnenen Satz fast zwangsläufig passiert - das Nachlassen der Konzentration mit der Folge scheinbar leicht vermeidbarer Fehler, was gegen ein Team wie das des Dresdner SC natürlich bestraft wird. Dass der Satzverlust gleich so deutlich ausfiel, lag mit an den von Alexander Waibl auf zwei Positionen vorgenommenen Umstellungen (Stefanie Karg auf M2 für Tesha Harry und Grit Müller auf A1 für Katharina Schwabe).
Die Reaktion folgte prompt: Teun Buijs entschloss sich, ein paar "Zentimeter zu kreieren", um 'mal eine Formulierung von "Don Giovanni" zu gebrauchen, und setzte seine Tochter, die im 2. Satz Mira Topic auf A2 ersetzt hatte, nun gleich zu Beginn des 3. Satzes anstelle von Julia Retzlaff auf A1 ein, um insbesondere Judith Pietersen etwas mehr Höhe entgegen zu stellen.
Vermutlich befanden sich somit im 3. und 4. Satz die an diesem Tage stärksten Aufstellungen auf dem Spielfeld: Apitz, Matthes, Karg, Pietersen, Müller und de Kruijf sowie Tzscherlich als Libera bei Dresden, Hanke, Topic, Kauffeldt, Thormann, Buijs und Brandt sowie Thomsen als Libera bei Schwerin.
Zwar reichte es - nach Auf und Ab mit eher unkonstantem Spiel auf beiden Seiten - für den Schweriner SC nun noch zum Gewinn des 3. Satzes, aber danach setzte sich der Dresdner SC durch.
Selbst wenn der Schweriner SC den 5. Satz vielleicht etwas zu hoch verloren hat und dieser Satz dem einen oder anderen möglicherweise auch ein wenig "vercoacht" erschien (Teun Buijs wird sich gleichwohl etwas dabei gedacht haben, Julia Retzlaff noch einmal zum Satzbeginn aufzustellen und dann seine Tochter auf der Diagonalposition einzuwechseln), muss man wohl feststellen, dass der Dresdner SC jedenfalls ab dem 2. Satz im K2-Mittelangriff deutlich besser war. Das kommt zwar nicht immer in der veröffentlichten Statistik zum Ausdruck, aber jedes glaubhafte Anbieten zum Angriff erhöht bekanntlich den Entscheidungsdruck für den gegnerischen Mittelblocker, und wenn man sich das Spiel daraufhin noch einmal ansieht, wird man feststellen, dass zum Beispiel - trotz gleicher Angriffsstatistik (insgesamt 16 Agriffe, 11 Punkte bei jeweils 1 Fehler) - im K2-Angriff Welten lagen zwischen Berit Kauffeldt und Stefanie Karg. Hinzu kommt, dass man mit einer "klassischen" Diagonalangreiferin wie Judith Pietersen bei schlechterer Annahme mehr Druck ausüben kann als mit der eher atypischen Angriffsweise à la Patricia Thormann. (Letzteres war vielleicht auch der Grund für die von Teun Buijs nach dem 4. Satz vorgenommenen Veränderungen.) Insofern war es schade, dass Krystle Esdelle nicht dabei sein konnte. Damit fehlte die planmäßige Alternative (und zudem die theoretische Möglichkeit eines sog. Doppelwechsels).
Letztlich schmerzt die Niederlage nicht wirklich; "nur" einige Zuschauer werden 'mal wieder enttäuscht gewesen sein, weil es nichts geworden ist mit einem Heimsieg gegen den schon öfter in Schach gehaltenen Favoriten auf die Deutsche Meisterschaft. Na und?
Baustellen erkennen, Zusammenspiel optimieren und weiter mit den Engpässen im Kader leben. Das Schöne ist doch: Der Schweriner SC hat theoretisch noch Luft nach oben, beim Dresdner SC ist da meiner Ansicht nach nicht mehr so viel Steigerungspotential, aber wer weiß, ob es darauf am Ende überhaupt ankommt oder ob wir nicht doch bald DVL-"Rollerball" spielen; denn wie sagte doch Alexander Waibl sinngemäß: "Am Ende wird der vorne sein, der über genügend Spielerinnen verfügt, die noch laufen können."
Fünf verliert!
Hoffen wir im Interesse aller Spielerinnen, dass es nicht so kommt, aber ich fürchte in Anbetracht der zahlreichen ernsthafteren Verletzungen, zu denen es während dieser Saison gerade bei den hochbelasteten Teams schon gekommen ist, Alexander Waibl könnte tendenziell richtig liegen. |
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Toddy Moderator
Anmeldungsdatum: 22.11.2007 Beiträge: 527 Wohnort: Schwerin
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Verfasst am: 28 Jan 2012 11:16 Titel: |
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Mich hat nur gewundert, dass Teun im vierten Satz seine Auszeiten nicht genutzt hat. Die Konzentrationsschwankungen beim SSC waren augenfällig. Dresden war da deutlich konstanter.
Letztlich kommt es – wie in der vergangenen Saison – eigentlich nur darauf an, die Playoffs mit einer guten Ausgangsposition, sprich: Platz 1 bis 4, zu erreichen. Ich glaube, da ist der SSC auf einem guten Weg – zumal hinter dem USC Münster in der Tabelle schon eine kleine Lücke von vier Punkten besteht. Zum Achten sind es gar schon acht Punkte, und da müsste es mit dem Teufel zugehen, wenn das Erreichen der Playoffs noch verpasst wird. Dann geht sowieso alles von vorne los, und der Heimvorteil ist bei dem Austragungsmodus nicht so gravierend wie bei drei oder fünf Spielen – wie 2011. |
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